Während der erste und letzte sächsische Einradtriathlon inzwischen schon wieder zehn Jahre her ist, nimmt die Disziplin andernorts gerade wieder Fahrt auf. Bereits bei der Unicon 21 in Bemidji 2024 gab es einen Workshop dazu, gleich im Folgejahr veranstaltete der TSV Gars den ersten Einradtriathlon, der mit 45 Startern ein voller Erfolg wurde. Schon hier erkämpfte sich Matteo Bianchin (SV Motor Mickten-Dresden e.V) die Silbermedaille im Unlimited-Rennen der Männer. Den ausführlichen Bericht gibt es beim Einradverband Bayern.
Nach diesem erfolgreichen Auftakt war schnell klar, dass das kein einmaliges Ereignis bleiben sollte. Und so gingen auch in diesem Jahr wieder 36 Sportler an den Start, als der TSV Gars am 15. August zum zweiten Einradtriathlon lud. Einziger Sachse diesmal: Christian Höfner (TU Chemnitz), der sich im Unlimited-Rennen auf Platz 3 kämpfte.
Bei der Unicon 22 in Steyr wurde in diesem Jahr dann erstmals ein richtiger Triathlon ausgetragen – nicht in der offiziellen Wettkampfwertung, aber als Community Event. Auch hier waren fünf Starter aus Sachsen und Thüringen am Start. Matteo Bianchin konnte an seinen Vorjahreserfolg anknöpfen und errang in diesem internationalen Wettkampf Platz 3 bei den Herren.
Inzwischen ist die Unicon schon wieder zwei Wochen her, (fast) alle Ergebnisse sind online, alle sind wieder zu Hause und im Alltag angekommen. Während die einen noch in der Erinnerungen von Steyr schwelgen, fragen sich die anderen schon, wo die nächste Unicon stattfindet. Höchste Zeit für einen kleinen Blick auf die Erfolge der mitteldeutschen Sportler in Steyr.
Bei der Unicon, die vom 25. Juli bis 7. August 2026 in Stey (Oberösterreich) stattfand, waren 31 Sportler aus Mitteldeutschland angemeldet. Bei den im Rahmen der Unicon ausgetragenen Weltmeisterschaften aller Disziplinen traten acht Sportler aus Sachsen, drei aus Thüringen und zwei aus Sachsen-Anhalt an. Alle weiteren Teilnehmer waren als Noncompetitor gemeldet, betreuten Sportler, besuchten Workshops oder hielte selbst welche, unterstützen als Volunteers die Wettkämpfe oder bestaunten diese als Zuschauer. Auch abseits der Wettkämpfe bot das Convention Programm Spaß und Abwechslung für alle beteiligten. Die beiden Wochen der Unicon waren vermutlich die heißesten Wochen im ganzen Jahr. Die meisten Tage waren über 30°C, einige auch bis zu fast 40°C. Für die Wettkampfteilnehmer und Organisatoren stellte das eine ganz besondere Herausforderung dar.
Insgesamt konnten sich sächsische Sportler fünf der begehrten WM-Medaillen sichern. Am erfolgreichsten war Matteo Bianchin vom SV Motor Mickten-Dresden e.V. Im 10-km-Rennen der Standard-Kategorie konnte er alle Kontrahenten hinter sich lassen und siegte souverän. Im Criterium (Standard) erkämpfte er sich die Silbermedaille, im Elite Rennen Muni Uphill ergatterte er sich Bronze. Im Marathon der Standardklasse für Matteo auf Platz 4. Auch in der Altersklassen-Wertungen der anderen Wettkämpfe errang er noch zwei Podestplätze und belegte mit seinem Team im Hockey B Finale Platz zwei. Im nicht zur offiziellen WM-Wertung gehörenden Triathlon erkämpfte Matteo sich den dritten Platz. Sein Vereinskollege Clemens Brückner, der im deutschen Nationalkader Hockey Spielt, konnten mit dem Team Germany 3 den dritten Platz im Hockey erringen. Germany 1 unterlag im Finale der Schweiz.
Rebekka Wiedener erkämpfte sich im Muni Crosscountry Geared die Silbermedaille. Die noch größere Leistung war jedoch ihre Anreise. Die bestritt die Freibergerin nämlich komplett mit dem Einrad 470 km in 6 Tagen. Zusätzlich hielt sie vor Ort einige Community Workshops.
Foto: Lisanne Boer
Folke Schubert, der gleich im Anschluss an die Unicon noch eine Woche lang zur Street Invitation nach Leipzig lud, stellte in Steyr seine Sprungkraft unter Beweis. In den beiden Bewerben High Jump over Bar und Long Jump on Track erkämpfte er sich den ersten Platz seiner Altersklassen-Wertung.
Auch alle anderen mitteldeutschen Sportler haben durchaus Erfolge vorzuweisen. Für den SV Motor Mickten-Dresden e.V. starten außer Matteo und Clemens noch ihr Trainer Ole Jaekel sowie Bruno und Jona bei verschiedenen Bewerben. Weitere Sportler kamen vom KSC Leipzig (Nette), dem SSC Jena e.V. ( MUH-Bande Jena, Fin, Lukas, Malte) und vom SV Fortuna Dingelstedt e.V. Für letzteren starteten Paulina und Florian Lodahl im Freestyle mit Einzelküren. Für den Start hatten sie sich mit ihrem hervorragenden abschneiden bei der Ostdeutschen Landesmeisterschaft, der Norddeutschen Meisterschaft sowie der Deutschen Meisterschaft im Vorjahr qualifiziert. Paulina erreichte im Freestyle Junior Platz 5 in ihrer Altersklasse, Florian konnte mit seiner Kür im Freestyle Junior Expert (m) Platz 7 erringen.
Bei den Convention Teilnehmern sind insbesondere René Karl und Sophie Kahlert hervorzuheben, die in die Organisation der Unicon eingebunden waren und für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten.
In einem Vortrag konnte ich mit anderen Einradfahrern meine Erfahrungen mit Einradsachsen.com und seinen 9 Informationskanälen teilen und mein Konzept für eine möglichst effiziente Verteilung von Einradbezogenen Informationen vorstellen.
Nach ihrer überaus erfolgreichen Saison 25/26, die sie auf Platz fünf der Meisterschaftstabelle beendeten, waren die Dresdner Einradtiger natürlich für die A-Meisterschaft der deutschen Einradhockeyliga qualifiziert. Diese wurde am Wochenende 20. – 21.06.2026 in Herne ausgetragen. Zehn Teams kämpften um den Titel Deutscher Meister im Einradhockey 2026.
Das Turnier begann mit der Gruppenphase: zwei Gruppen zu je fünf Mannschaften. Von den vier zu bestreitenden Spielen konnten die Dresdner alle Spiele bis auf das gegen die BTC Baukau Boogaloos sehr deutlich für sich entscheiden. Das bedeutete Platz zwei in ihrer Gruppe A und damit die Qualifikation für das Halbfinale.
Das Halbfinalspiel gegen die SKV Mörfelden Titans verloren die Tiger dann aber recht deutlich wodurch sie ins kleine Finale um Platz drei einzogen. Leider war auch gegen SKV Mörfelden Phönix kein Sieg zu holen. Damit beendeten die Dresdner Einradtiger das Turnier auf Platz vier und verfehlten nur knapp einen Podestplatz. Das ist das bisher beste Saisonergebnis der Tiger.
Am vergangenen Wochenende gab es noch einmal drei für unsere Region relevante Einradhockeyturniere.
Am 30. Mai traten die Dresdner Einradlöwen (DE) auf dem 3. Münsterer Frühjahrs Cup gegen 6 Gegner aus den Blöcken BC bis DE an. Obwohl sie mit einer Wertigkeit von 50 rein rechnerisch das am schwächsten bewertete Team des Turniers waren, konnten sie doch vier der sechs Spiele gegen theoretisch überlegene Gegner für sich entscheiden. Damit erkämpften sie sich Platz zwei und mit 335 Punkten ihr mit Abstand bestes Saisonergebnis. Am Platz 27 in der Meisterschaftstabelle änderte dies jedoch leider nichts.
Die MUH-Bande Jena spielte wieder auf zwei Turnieren. Am Samstag in Lübeck erkämpften sie mit fünf Siegen in sieben Spielen gegen meist rechnerisch weit überlegene Teams einen tollen dritten Platz. Die gewonnenen 201 Punkte sind ihr zweitbestes Saisonergebnis. Am Sonntag, ebenfalls in Lübeck, sahen sie dann aber gegen die 3 überlegenen Teams keinen Stich und mussten Sieglos auf Platz vier abreisen.
Am Samstag, dem 16. Mai fand auf dem DEKRA-Testoval am Eurospeedway Lausitz der inzwischen 25. Lausitzmarathon statt. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Einradkategorie, der Lauf wurde als Deutsche Meisterschaft gewertet.
30 Starter wagten sich auf die volle Marathondistanz, zwölf davon in der Standard-Kategorie (Räder bis max. 29″ und ohne Getriebe), 15 in der Kategorie Unlimited. 24 finishten. Neben den Deutschen Startern waren auch zwei Starter aus Belgien und fünf aus den Niederlanden dabei. Zwei Starter kamen aus Sachsen.
In der Standard-Kategorie zeigten die Belgier und Niederländer wie stark sie in dieser Disziplin sind. Platz eins und zwei gingen nach Belgien, vier und fünf an die Niederlande. Neue Deutsche Meister sind Lena Freimuth und Simon Thoma in der Standard-Kategorie sowie Henriette Höhne und Timo Hirschmann in der Unlimited-Kategorie.
Gesamtwertung
Standard
1 Jelle Jacobs (m, BE) 2 Gert-Jan De Vleeschouer (m, BE) 3 Lena Freimuth (w, D) 4 Lindsey Siebelink (w, NL) 5 Isa Mook (w, NL) 6 Simon Thoma (m, D) 7 Lisa Herbst (w, D) 8 Isabell Ponto (w, D) 9 Franz Kratzsch (m, D)
Am Samstag luden die Dresdner Einradlöwen zum Turnier, vier Teams folgten der Einladung, alle Teams kamen aus den Rängen DE, EF und F. Neun Tore aber leider keinen Sieg erzielte die Uni(cycle) School Dresden. 17 Tore, und damit fast doppelt so viele reichten für die MUH-Bande Jena immerhin für einen Sieg. Ein Unentschieden gegen die UniLipsSticks ging im Penaltyschießen verloren. Für die Leipziger war das der zweite Sieg, der für sie Platz 3 beim Turnier bedeutete. Insgesamt reichten ihnen dafür 14 Tore. Mit ganzen 37 Toren und drei Siegen erkämpften sich die Uners Litoměřice Platz zwei und mussten sich nur den Dresdner Einradlöwen geschlagen geben, die für 5 Spielsiege und den Turniersieg 34 Tore schossen.
Wie schon so oft hat die MUH-Bande Jena mal wieder zwei Turniere an einem Wochenende gespielt. Am 18. April beim EF-Turnier in Frankfurt am Main und am 19. April auf dem Wuppertaler DEF-Turnier. Beide Turniere beendete Jena auf Platz 5 und blieb damit etwas hinter den Erwartungen zurück. Für die Meisterschaftstabelle konnten sie damit keine Punkte erkämpfen.
Am Samstag, dem 18. April, fand beim 14. Spreewaldmarathon erstmals auch ein Einradrennen über 14 km statt. 13 Einradfahrer meldeten sich für den Rundkurs in Burg, 11 finishten. Zeiten gingen dabei weit auseinander und reichten von einer dreiviertel Stunde, bis zu einer Stunde.
Bei den Damen siegte Lena Zerfowski mit einer Zeit von 0:45:57 vor Ida Sinke (0:64:30) und Hanna Gericke (0:57:09). Etwas langsamer waren die Herren. Hier war Franz Kratzsch mit einer Zeit von 0:50:41 der Schnellste vor Pavel Rucký (1:02:15) und Toni Harrauer (1:04:59).
Zum Mörfeldener Osterturnier am 4. April traten sieben Teams an, die den kompletten Ligaquerschnitt abbildeten. Von Block A bis Block F war alles aus der Rangtabelle der Liga vertreten. Geht man rein nach der Wertigkeit in der Rangtabelle, hätten die Dresdner Einradtiger, die aktuell zum Block A gehören, den dritten Platz belegen müssen. Wenn das so einfach wäre, wäre es aber ziemlich langweilig in der Liga.
Gegen das Favoritenteam SKV Mörfelden Phönix gelang den Dresdnern ein beachtenswertes Unentschieden. Da im Gegenzug aber auch zwei Spiele gegen nach Rangtabelle schwächere Teams verloren gingen, reichte es am Ende nur für Platz fünf. Die errungenen 255 Punkte reichen nicht, um in der Meisterschaftstabelle gewertet zu werden, hier hatten die Tiger in dieser Saison schon vier bessere Ergebnisse. In der Rangtabelle rutschen sie damit von Rang sechs auf Rang acht, gehören somit weiter zum Block A.
Am Samstag richtete die MUH-Bande Jena ein Turnier mit sieben Mannschaften aus. Die Jenaer sind inzwischen so weit gewachsen, das sie neben ihrer Ligamannschaft gleich noch zwei Mixteams stellen konnten. Aus Sachsen angereist waren die UniLipsSticks aus Leipzig.
Dem Favoritenteam VR Münster Sabers mussten sich letztendlich alle geschlagen geben, alle andere Spiele konnte die MUH-Bande aber gewinnen und beendete das Heimturnier damit auf Platz zwei. Das Podium komplettierten die UniLipsSticks vor den Hockey Tigers SV Schwaig auf Platz vier. Die Plätze fünf bis 7 belegten MUH-Mix*, Erlanger FAUltiere und MachMUHt*. Leipzig und Jena konnten damit auch wichtige Meisterschaftspunkte sammeln.