Neben den beiden Rennveranstaltungen in Freiberg und Erfurt gab es am Wochenende noch eine weiter Einradveranstaltung in der Region. Am 17.09. hatten die Dresdner Einradtiger in die Turnhalle des Marie-Curie-Gymnasiums zum Hockeyturnier geladen. Es spielten die Dresdner Einradtiger (AB), die Dresdner Einradlöwen (AB), die Uni(cycle) School Dresden (F), die UniLipsSticks (F) und das Mix-Team Goldene Reiter. Damit waren 10 Spiele zu je 2x 15 Minuten zu spielen. Die Tiger konnten jedes ihrer vier Spiele für sich entscheiden. Im ersten Spiel, gegen die Goldenen Reiter, mussten sie nach einem 10:10 am Ende der regulären Spielzeit jedoch noch ins Penalty-Schießen, welches die 3:2 für sich entschieden. Damit war aber auch gleich zu Beginn des Turnieres klar, dass das Mixteam des SV Motor Mickten an diesem Tag sehr stark sein würde. Alle weiteren Spiele konnten die Reiter für sich entscheiden. Damit verwiesen sie die Löwen auf Platz drei, vor den UniLipsStick und der Uni(cycle) School Dresden.
Insgesamt gab es 10 wirklich spannende und faire Spiele zu sehen, mit 146 Toren.
Mit ihrem Sieg konnten die Dresdner Einradtiger ihre Führung an der Spitze der Meisterschaftstabelle weiter ausbauen und haben nun mit Stand 4. Spieltag über 600 Punkte Vorsprung. Mal schauen, wie lange sich die Führung halten lässt.
An diesem Wochenende (16.09.2023) durfte der Erfurt Marathon sein 10. Jubiläum feiern. Ob die Organisatoren vom Annakram e.V. 2014 damit gerechnet haben, dass diese unkonventionelle Laufveranstaltung 10 Ausgaben durchsteht? Der Erfolg war sicher nicht vorprogrammiert. Große Volkssportveranstaltungen auf die Beine zu stellen war sicher noch nie einfach und die Kosten sowie der bürokratische Aufwand dafür steigen jedes Jahr. Wie also kann ein kleiner Verein heute noch einen Volksmarathon in einer Großstadt organisieren, ohne ein Großunternehmen als namensgebenden Sponsor? Wie kann man dabei noch ausreichend Plus machen, um einen guten Teil der Einnahmen für wohltätige Zwecke zu spenden? Während andere Laufveranstaltungen unter teils vierstelligen Kosten pro Kilometer Streckensperrung ächzen, kann der Erfurt Marathon nach wie vor bei humanen Anmeldegebühren als Benefizlauf stattfinden.
Das Geheimnis ist eigentlich ganz einfach: Die Erfurter haben „out of the box“ gedacht und einfach einige Voraussetzungen, die für jeden Volksmarathon als gesetzt gelten, über Bord geworfen. Massive Straßensperrungen im kompletten Stadtzentrum? Marathonkurs nur über perfekt asphaltierte Hauptverkehrsstraßen der Innenstadt? Großes Polizeiaufgebot? Aufbau von riesigen Banden, Bannern und Veranstaltungstechnik? Alles Fehlanzeige. Die Erfurter haben das Konzept Volksmarathon komplett neu gedacht. Die Strecke führt nicht nur über Asphalt, sondern auch durch Parks, über Kopfsteinpflaster, Gehwege, Feld- und Waldwege. Die Streckenführung kann schon fast als Crosslauf bezeichnet werden. Ohne Straßensperrungen gilt die STVO. Es muss auf Gehwegen, gemeinsam mit Passanten gelaufen und an roten Ampeln gehalten werden. Es gibt ordentlich Höhenmeter, es gibt Treppen, Schotter, Schlamm und Wurzeln. Rekorde und Bestzeiten? Läuft man vermutlich in Erfurt nicht. Doch eine große Frage blieb: Wird eine solche Veranstaltung angenommen? Ja sie wird. Und wenn man schon einmal ganz unkonventionell unterwegs ist, kann man auch gleich die Einradfahrer mitfahren lassen. So waren wir ab dem ersten Erfurt Marathon 2014 ein fester Bestandteil der Veranstaltung und durften als Einzelstarter und Staffel antreten. Die Organisatoren lernten in jedem Jahr dazu und so wurde die Veranstaltung von Jahr zu Jahr besser. Der Erfurt Marathon war eine feste Größe im Einradkalender.
Doch was ist in diesem Jahr passiert? Dachten wir in Seiffen schon, dass 6 Teilnehmer für ein Rennen verdammt wenig sind, wurde diese Teilnehmerzahl in Erfurt noch einmal unterboten. Gerade einmal eine Zweierstaffel, und drei Einzelstarter (2 Herren und eine Dame) waren gemeldet und gingen an den Start. Eine Viererstaffel fand sich gar nicht erst. Damit gab es bei den Einradfahrern kein einziges vollständiges Podium. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt. Denn dann dünnt sich der Veranstaltungskalender für uns Einradfahrer in Zukunft ziemlich aus.
Der Freiberger Herbstlauf ist schon seit langem eine feste Institution für die sächsische Läuferszene. Der diesjährige Lauf, der am heutigen 16.09. 2023 stattfand, war bereits die 40. Auflage der Veranstaltung. Neben den Läufen von 400 m für die Kleinsten bis zum Halbmarathon für die Ambitioniertesten hatten sich die Freiberger Organisatoren in diesem Jahr dazu entschieden auch ein Einradrennen in ihr Programm mit aufzunehmen. Das Rennen ging über 2x 5 km, die Strecke hatte eine Schwierigkeit nach IUF von M0 bis M1 und es waren pro Runde ca. 30 Höhenmeter zu überwinden.
Dem Ruf folgten 10 Einradfahrer aus Sachsen, Tschechien und Hamburg. Damit hatte der Freiberger Herbstlauf schon bei seiner Premiere mehr Teilnehmer als der zeitgleich stattfindende Erfurt Marathon oder das im August ausgetragene Einradrennen beim EBM. Hierbei halfen sicherlich die recht zentrale Lage in Sachsen sowie die von nahezu jedem Einradfahrer zu bewältigende Strecke.
Die Dresdner Teilnehmer zeigten bei diesem Rennen erneut, dass der SV Motor Mickten nicht nur im Hockey seine Stärken hat. Auch bei den Renndisziplinen sind die Dresdner ernstzunehmende Gegner mit Ambitionen auf die Podestplätze. Bei den Damen siegte Frieda Vodova vor Elisabeth Schule (beide SV Motor Mickten) vor Julie Vošalikova (Prague Unicycle Hockey Team). Bei den Herren war Matteo Bianchin (SV Motor Mickten) der schnellste vor Luca Jaekel (SV Motor Mickten) und Jirí Vošalík (Prague Unicycle Hockey Team).
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! Hoffentlich entwickelt sich diese Veranstaltung zu einer festen Größe im sächsischen Einradkalender.
Die Hockeysaison 2023/24 ist schon wieder in vollem Gange. In diesem Jahr sind 71 Teams in der Liga dabei. Aus Sachsen sind fünf Teams am Start: Dresdner Einradlöwen, Dresdner Einradtiger, Schillis Einradschoten, UniLipsSticks und Uni(cycle) School Dresden. Inzwischen ist bereits der dritte Spieltag gespielt und die Dresdner Einradtiger haben schon ihr erstes Ligaturnier hinter sich.
Zuvor waren aber drei Dresdner Spieler noch zu einer ganz besonderen Mission unterwegs. Am 2. September fand in Walldorf ein Sichtungstraining für den B-Kader des deutschen Nationalteams statt. Alle drei wurden in den B-Kader aufgenommen.
Am 9. September reisten die Tiger dann nach Lilienthal zu ihrem ersten Ligaturnier der Saison. Dort konnten sie alle Spiele, auch die gegen die Lokalmatadoren für sich entscheiden und holten sich damit verdient den Turniersieg. Mit den damit erkämpften Punkten stehen sie aktuell auf Platz 1 der Meisterschaftstabelle.