Sportlicher Wert/ Aussagekraft von Meisterschaften mit wenig Teilnehmern

In Sportarten und Disziplinen mit vielen Teilnehmern ist es selbstverständlich, dass für jede Altersklasse ein deutscher Meister, ein Landesmeister, Regionalmeister, etc. ermittelt wird. In unserer Nischensportart Einrad sieht es da schon anders aus. Während es noch für alle Disziplinen deutsche Meisterschaften gibt, haben einige Bundesländer gar keine oder nicht in allen Disziplinen Landesmeisterschaften. Positive Ausnahme ist hier Bayern, dort gibt es in einigen Disziplinen sogar Regionalmeisterschaften. In vielen anderen Bundesländern fehlt dazu aber schlicht die nötige Anzahl an Fahrern und Vereinen. Im Freestyle veranstalten daher z.B. alle Ostdeutschen Bundesländer eine gemeinsame Meisterschaft, da sich in keinem von ihnen eine Landesmeisterschaft lohnen würde. Damit kommen aber wenigstens genügend Teilnehmer zusammen, um auch nach Altersklassen differenzierte Meister zu küren. Aber selbst hier kommt es noch vor, dass mitunter das Erreichen eines Podestplatzes schon mit der Anmeldung feststeht. Bei den wenigen Landesmeisterschaften in anderen Disziplinen die es in Osten gibt, lohnt sich oft nicht einmal die Differenzierung nach Altersklassen.

Doch wo ist da die Grenze? Ab wievielen Teilnehmern lohnt eine Landesmeisterschaft? Wieviele Teilnehmer braucht es, um nach Altersklassen zu differenzieren? (Das IUF Rulebook empfiehlt hier 6 Sportler pro AK, das absolute Minimum für kleine Veranstaltungen sind 3. (siehe Rulebook S. 14 – Combining Age Groups))

Bei den Ausschreibung für den EBM habe ich nach zuletzt nur 9 Teilnehmern (davon 8 Sachsen und nur eine Frau) die automatische Wertung als sächsische Meisterschaft rausgenommen und stattdessen auf Wertung als sächsische Meisterschaft bei ausreichender Teilnehmerzahl umgestellt.

Ab wie viel Teilnehmern sollte die Wertung als sächsische Meisterschaft erfolgen? Und ab(Bitte bedenkt, dass in jedem Fall nach weiblich/männlich getrennt wird und es hier nicht um die Durchführung des Wettkampfes, sondern die Vergabe des Titels Sächsischer Meister geht).

Wenn ihr weitere Ideen und Anregungen habt, schreibt’s einfach in die Kommentare.

Sächsische Teams erfolgreich bei der deutschen Einradhockeyliga 2017

Mit dem gestrigen Finalturnier endete die deutsche Einradhockeyliga 2017. In dieser Saison wurden an 28 Spieltagen 69 Turniere ausgetragen, davon sechs in Sachsen. Auch in diesem Jahr waren wieder 6 sächsische Teams an der Liga beteiligt. Funfact: Damit hat Sachsen, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr Teams in der Liga als der Bundesdurchschnitt.

Deutscher Meister 2017 wurden die Joker vom SKV Mörfelden, vor ihren Vereinskollegen den Galliern und den BTC Baukau Boogaloos. Auch in diesem Jahr waren wieder 6 sächsische Teams an der Liga beteiligt.

Bestes sächsisches Team wurden abermals die Dresdner Einradlöwen (SV Motor Mickten) die in der Meisterschaftstabelle Platz 30 erklommen und damit nur zwei Plätze hinter ihrem phänomenalen Ergebnis von 2016 liegen. In der Rangtabelle stehen sie damit auf Platz 40 und haben eine Wertigkeit von 42 Punkten.

Zweitbestes sächsisches Team wurde, nur 4 Plätze dahinter, Traktor Johannstadt auf Platz 34. In der Spielstärkentabelle landen sie sogar einen Platz vor den Löwen, mit einer Wertigkeit von 42 Punkten.

Drittbestes sächsisches Team wurden überraschend die Neustädter Einradflitzer SV TuR (SV Tur, Sportensemble Chemnitz) auf Platz 45 und damit zwei Plätze besser als 2016. Ihre Spielstärke ist aktuell 26 Punkte wert, was Platz 54 in der Rangtabelle bedeutet.

Schilis Einradschoten (TV „Frisch Auf“ Meißen) schafften es auf Platz 49 in der Meisterschaftstabelle (Wertigkeit 20 Pkt, Pl. 62), damit haben sie im Vergleich zu 2016 leider 4 Plätze verloren. Die Dresdner Einradtiger (SV Motor Mickten) landeten auf Platz 57 (Wertigkeit 15 Pkt, Pl. 72) was eine beachtliche Verbesserung um ganze 17 Plätze bedeutet. Die UniLipsSticks (KSC 1864 Leipzig) konnten 2017 leider nur an drei Ligaturnieren teilnehmen und belegen somit nur Platz 64 (Wertigkeit 16 Pkt, Pl. 70), was aber trotzdem 11 Plätze besser ist als 2016.

Sächsische Silbermedaille bei den Ostdeutschen Kürmeisterschaften

Nachdem es im letzten Jahr erstmals eine sächsische Teilnahme an den Ostdeutschen Kürmeisterschaften im Einradfahren gab, machten sich in diesem Jahr gleich 8 sächsische Fahrer mit 5 Küren auf den Weg ins Brandenburgische Falkensee. Der TSV Falkensee – diesjähriger Ausrichter der Meisterschaft – lud in die Stadthalle Falkensee und es kamen um die 100 Starter aus 11 Vereinen mit 54 Küren.

Foto: (c) Gerrit Berlin

Wie bereits im letzten Jahr ging das Sportensemble mit einer Kleingruppenkür an den Start. Leider konnten Linda, Sophie und Luise nicht an ihren Erfolg von 2016 anknüpfen und erreichten am Ende in der AK 16+ nur Rang 5.

Foto: (c) Thomas Schumann (TSV Falkensee)

Bei den Paarküren trat die Einrad AG Lichtenau mit gleich zwei Küren in der AK U13 an. Für die Gruppe war dies der erste Wettkampf überhaupt. Die Mädchen schlugen sich wacker. Alina und Luisa belegten Platz 6, Jennifer und Johanna schafften es auf Platz 5. Diese Wettkampferfahrung und die vielen neuen Eindrücke werden hier sicher das Training der nächsten Wochen beflügeln und reichlich für Motivation sorgen.

Foto: (c) Thomas Schumann (TSV Falkensee)

Bei den Einzelküren trat Becky aus Freiberg in der AK 18+ an. Da wir sie sonst eher bei den Disziplinen im Gelände kennen, machte sie auch genau das zum Thema ihrer Kür und zeigte, dass man sich auch ohne Trainingshalle auf eine solche Meisterschaft vorbereiten kann. Mit Platz 4 konnte sie zwei andere Starter hinter sich lassen.

Fotos: (c) Thomas Schumann (TSV Falkensee)

Die zweite sächsische Starterin bei den Einzelküren war Luise vom Sportensemble in der AK U18. Mit ihrer Kür in Lederhosen zu Bayrischer Musik gelang es ihr die Silbermedaille nach Chemnitz zu holen.

Fotos: (c) Thomas Schumann (TSV Falkensee)

Gratulation an alle Teilnehmenden zu den erreichten Leistungen und einen großen Dank an den organisierenden TSV Falkensee für diese gelungene Meisterschaft.

Links:

Sächsiche Starter bei den Ostdeutschen Kürmeisterschaften 2017

Am kommenden Samstag, den 18. November 2017 finden in Falkensee (bei Berlin) die 8. Ostdeutschen Kürmeisterschaften im Einradfahren statt. Nachdem 2016 zum ersten mal sächsische Einradfahrer mit einer Kleingruppenkür bei den Ostdeutschen Meisterschaften in Berlin dabei waren, entsenden wir in diesem Jahr bereits 5 Küren nach Falkensee:

Einzelküren:
– Luise (U18, Sportensemble Chemnitz)
– Rebekka (18+, Freiberg)
Paarküren:
– Einrad AG Lichtenau I (U13)
– Einrad AG Lichtenau II (U13)
Kleingruppen:
– Sportensemble Chemnitz (16+)

Wir wünschen allen Startern eine produktive und erfolgreiche letzte Trainingswoche und viel Glück und Erfolg beim Wettkampf am Samstag. Toi, toi, toi!

Weitere Infos zum Wettkampf gibt’s unter einrad-ostdeutschland.de, Zuschauer sind gern gesehen, der Eintritt ist frei.

12.11.2018 – regionaler Saisonabschluss Einradhockey

In Dresden wird es am kommenden Sonntag ein regionales Saisonabschlussturnier im Einradhockey geben. Kurzfristig hat sich für diesen Termin die Nutzung einer neuen Halle ergeben. Eingeladen sind alle interessierten Einradhockeyspieler und -mannschaften. Gespielt wird jeder gegen jeden. Ab 9:00 erfolgt der gemeinsame Aufbau und das Einfahren, nach dem Turnier wird gemeinsam abgebaut und aufgeräumt. Die Teilnahmegebühr beträgt 2€ pro Person.

Diese Halle wird zum ersten Mal für das Einradhockeyspielen freigegeben, es ist daher unbedingt erforderlich, dass sich alle an die Bedingungen halten:

  1. helle/ weiße Reifen sind Pflicht – keine Striemen auf dem Hallenboden!
  2. Metallpedale oder Spikes auf den Pedalen sind verboten – nur Kunststoffpedale!
  3. die Kellen der Schläger müssen jeder Zeit abgeklebt sein  – siehe Pkt. 1

Infos Kompakt:

Termin:
12.11.2017
09:00 – 18:00 Uhr

Ort:
Sporthalle 56. Oberschule
Cottbusser Straße 34
01129 Dresden

Kosten:
2€ p.P.

Anmeldung:
über Ole Jaekel (SV Motor Mickten e.V.)
einradhockey@motor-mickten.de

 

Ergebnisse vom Hockeyturnier 23.09.2017 in Dresden

Am Sonntag fand im MoMi-Sportcenter das 41. Dresdner Einradhockeyturnier statt. 8 Team, sieben Ligamannschaften und ein Mixteam kämpften in spannenden Spielen um die Platzierungen. Gleich in der zweiten Runde musste das Spiel Leipzig gegen Chemnitz nach Verlängerung im Penaltyschießen entschieden werden  und auch in runde 4 gingen zwei Spiele in die Verlängerung: Wild Wheelz – Dresdner Einradtiger und Uners Litoměřice – Traktor Johannstadt. Chemnitz absolvierte das letzte Spiel dann Verletzungsbedingt nur noch mit drei Spielern, inzwischen kann aber Entwarnung gegeben werden, es sind nur die Bänder in Finger überdehnt, kein Bruch und kein Riss. Das furiose Finalspiel um Platz 1 gegen Traktor Johannstadt konnten die Dresdner Einradlöwen 9 zu 0 für sich entscheiden. Damit bleiben die Löwen weiterhin zu Hause ungeschlagen.

Das Endergebnis sah dann folgendermaßen aus:

  1. Dresdner Einradlöwen (181)
  2. Traktor Johannstadt (138)
  3. Uners Litoměřice (107)
  4. Wild Wheelz (78)
  5. Schillis Einradschoten (53)
  6. Dresdner Einradtiger (36)
  7. UniLipsSticks (25)
  8. Chemnitzer Einradnischel (11)

Fotos gibt’s wie immer von Michal (Uners) auf Facebook: Turnaj Drážďany 23. 9. 2017

Alle Spielergebnisse gibt’s auf der Seite der Einradhockeyliga: Spielplan Hockeyturnier in Dresden, 23.09.2017

Ergebnisse EBM 2017

Noch ist die Party in vollem Gange, in Seiffen steigt an diesem Wochenende die 25. Auflage des legendären Erzgebirgs Bike Marathons, Deutschlands ältestem Mountainbike Marathons. Das ist ein viertel Jahrhundert Radsportgeschichte in dem der EBM sich vom lokalen „Experiment“ mit 200 Startern zum Europaweit bekannten Event mit ständig über 1.500 Startern und mindestens eben so vielen Zuschauern entwickelt hat.

Los ging die Party gestern Vormittag mit dem Laufradrennen der Knirpse in der AK 3-4 über 400m gefolgt von den Kinder- und Jugendrennen bis zur AK 15-16 über 15km. Der letzte Start am Vormittag gehörte uns Einradfahrern.  Nachdem in der Starterliste lange Zeit nur drei Meldungen verzeichnet waren, standen dann zum Glück neun Einradfahrer an der Startlinie. Hier spielten vermutlich die zeitlich parallel stattfindenden Schulanfangsfeiern, das letzte Ferienwochenende und die Europameisterschaft in den Niederlanden gegen uns. Vielen Dank an alle, die trotzdem gekommen sind um mit uns dieses Rennen zu bestreiten. Die weiteste Anreise war in diesem Jahr übrigens 6 Stunden! Die Beste Ausrede um nicht am Start zu sein hatte übrigens Vorjahressieger Jan Lauer, dazu aber weiter unten mehr.

Die Strecke hatte in diesem Jahr eine kleine Änderung. Nach der langen Forststraße ging es schon am Fuße deren letzten Anstieges auf den Trail und das nachfolgende Stück Forstweg war nach den letzten Fortstarbeiten auch unwegsamer als in den Jahren davor. Die Strecke war durchweg trocken und sehr gut fahrbar. Durch die kleine Streckenänderung sind die Zeiten aber nicht 100%ig mit den Vorjahreszeiten vergleichbar. Aufgrund der guten Wetter- und Streckenbedigungen war es, wie zu erwarten, ein sehr schnelles Rennen. Der erste – Stefan Lauer – überquerte bereits nach 50 Minuten die Ziellinie – mit neun Minuten Vorsprung auf Platz 2!

Platz zwei belegte wie im Vorjahr Julius Tenschert gefolgt von Stanley Flisekowski. Die weiteren Platzierungen lauten wie folgt (in Klammern: Platz Geschlecht/ Platz AK):

  1. (1/1) Stefan Lauer (Sportgruppe Liebsch) 0:50:44
  2. (2/2) Julius Tenschert (Sportgruppe Liebsch) 0:59:52
  3. (3/1) Stanley Flisekowski (Sebnitz) 1:03:29
  4. (4/1) Franz Ferdinand Kießling (Neusalza Spremberg) 1:09:56
  5. (5/3) Jakub Kol (Unicycle Team Poland) 1:10:46
  6. (6/1) Thomas Philipp (Spfr.de) 1:10:57
  7. (7/2) Eric Hilprecht (Sportensemble Chemnitz) 1:21:47
  8. (8/3) Andreas Metzeroth (Glauchau) 1:24:29
  9. (1/1) Alexandra Dietze (Pulsschlag Neuhausen) 1:26:19

Das nächste Tages-Highlight war der Start des EBM 3.0 am Nachmittag. Zum 25-jährigen Jubiläum haben sich die Organisatoren des EBM in diesem Jahr etwas ganz besonderes augedacht: Zusätzlich zu den regulären Distanzen von 40, 70 und 100 Kilometern wurde in diesem Jahr unter dem Titel EBM 3.0 eine 320km (!) Distanz mit 9.000 Höhenmetern (!) angeboten. 17 Starter stellten sich der Herausforderung, darunter 2 Tandems. Mit dabei waren auch Bike Reporter Henri Lesewitz und Vorjahressieger bei den Einrädern Jan Lauer. Auch auf beiden Tandems fuhr je ein Einradfahrer mit. (Die Tandems sind leider bereits ausgeschieden. Der erstplatzierte kam nach 19:41:31 ins Ziel, der zweitplatzierte nach 20:16:19. Aktuell (12:00) befinden sich noch 9 Fahrer auf der Strecke, darunter Jan Lauer der auf Platz 7 liegt.)

17:00 Uhr gab es dann die alljährliche Spaßveranstaltung Underpant Ride an der auch wieder zwei Einradfahrer teilnahmen und in Unterhose durch den Ort radelten. Das letzte große Highlight des Tages war der Bergsprint am „Alp de Wettin“. Aufgrund der Großen Nachfrage wurde die Teilnehmerzahl hier auf 70 Starter erhöht. Diese quälten sich dann im 30-Sekunden-Takt die 500m lange auffahrt hoch, angefeuert und gepusht von mehreren hundert Zuschauern. Zwei Einradfahrer stellten sich ebenfalls der Herausforderung: Eric Hilprecht bezwang den Alp de Wettin in 3:41,25, Jakub Kol benötigte 4:24,06. Im Anschluss mussten die 6 schnellsten noch einmal direkt gegen einander antreten.

Am heutigen Sonntag laufen in Seiffen die EBM Hauptrennen über 40, 70 und 100km, sowie die Zieleinfahrten der EBM 3.0 Fahrer.

Links:

Alle Bilder: (c) Erzgebirgs-Bike-Marathon (EBM)